7. FAZ Online Probe – diesmal Rosé
Nach Riesling, Großen Gewächsen, Weißen Burgundern, Sekt und großen Rotweinen ging es bei der von mir in Kooperation mit Ursprung Wein von Max Brunk organisierten FAZ-Online-Probe diesmal um Rosé. Zugegeben, das habe ich zunächst zu vermeiden versucht, weil ich jene eher halbtrockenen, jahrgangsfrischen, belanglosen, himbeersaftigen Wein- und Terrassenweine eher meide. Doch es gibt sie auch in Deutschland, die komplexen, tiefgründigen, lagerfähigen, gereiften und knochentrockenen Rosé.
Beispielsweise 2023 Spätburgunder Réserve von Aldinger und 2022 Fumé von Knipser (der Vorlauf der Cuvée X!) Weine, die locker 5 bis 10 Jahre lagern können, gute Essensbegleiter sind und selbst zur Weihnachtsgans eine gute Figur machen.
Die positiven Kommentare während der Probe und im Chat waren jedenfalls eindeutig. Trotz des kleinen „Stinkers“ in Nase wurde der Aldinger stark gelobt. Aber auch der Knipser und nicht zuletzt der „Wunderschön“ aus Deutschlands größtem Rosé-Weingut St. Antony in Nierstein. Dort sind mittlerweile mehr als ein halbes Dutzend Rosé im Angebot, auch solche für 125 Euro die Flasche! Der „Wunderschöne“ 2024 schlägt eine perfekte Brücke zwischen Terrassenwein und Essensbegleiter und fand viele Befürworter, auch wegen der perfekten Farbe.
Superb auch der Schloss Vaux l´Artiste 2020 Rosé Brut, der tatsächlich weniger als 3g Restzucker aufweist und dank seiner betörenden Frucht dennoch „brutal harmonisch“ daherkommt. Unter dem Strich eine fulminante Probe mit großartiger Resonanz vieler „Wiederholungstäter“… more to come !
