Acht Jahre nach der Teilübernahme durch Henkell ist der spanische Schaumweinerzeuger Freixenet nun vollständig in den Händen der Wiesbadener. Wie der globale Marktführer Henkell Freixenet berichtet, haben die bisherigen Mitgesellschafter, die Familie Ferrer und José Luis Bonet, ihre verbliebenen Anteile an Freixenet S.A. mit Wirkung vom 2. März 2026 verkauft. Über die finanziellen Details der Transaktion wurden von Henkell Freixenet keine näheren Angaben gemacht.
Vor zehn Jahren waren erste Übernahmegespräche zwischen Henkell und Freixenet öffentlich geworden. Damals soll Henkell nach Angaben in der spanischen Wirtschaftspresse 300 Millionen Euro für einen Anteil von 58 Prozent geboten haben. Unter den drei spanischen Eigentümerfamilien gab es zunächst aber keinen Konsens im Hinblick auf einen Verkauf. Im März 2018 übernahm Henkell dann 50,67 Prozent der Aktien der spanischen Freixenet S. A. und wurde zum Mehrheitseigner des Konkurrenten. Die katalanische Zeitung „La Vanguardia“ nannte seinerzeit einen Kaufpreis von knapp 220 Millionen Euro für die Anteile von Freixenet zahle. Das wollte Henkell weder seinerzeit bestätigen noch dementieren.
Mit der Übernahme des weltweit führenden Cava-Herstellers mit Stammsitz im katalanischen Sant Sadurni d´Anoia, der in 19 Ländern Dependancen unterhielt und in 109 Länder exportierte, stieg das in Henkell Freixenet umfirmierte Unternehmen zum globalen Marktführer für Schaumwein auf. Nach der Übernahme war mit den verbliebenen Anteilseignern ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet worden. Laut Henkell Freixenet bleibt Pedro Ferrer dem Unternehmen verbunden und übernimmt ebenso wie José Luis Bonet die Rolle eines Ehrenpräsidenten der Freixenet S.A. Die Familie Ferrer und José Luis Bonet wollen zudem in Ferrer Wines – einer von Pedro Ferrer geführten Gruppe an Weingütern – ausbauen.
