• Weinverkostung - Oliver Bock

    Hier verkostet der Weinschmecker. Er bewertet, lobt und kritisiert, was ihm auf die Zunge kommt und er veröffentlicht im Weinblog auszugsweise seine Degustationsnotizen und Weineindrücke sowie seine Weinerlebnisse auch außerhalb des Rheingaus.

Zeilenspringer sind losgehüpft

Der Rheingau hat eine neue Winzervereinigung: Die Zeilenspringer sind losgehüpft. Sieben qualitätsorientiere Weingüter haben sich zu einem Verein zusammengeschlossen und wollen – auf absehbare Zeit – auch erst einmal unter sich bleiben: Georg Breuer, Sohns, Chat Sauvage, Hanka, Bischöfliches Weingut, Goldatzel und das Sekthaus Solter, auf dessen verstorbenen Patron Helmut Solter diese bemerkenswerte Initiative zurückgeht. Im Weingut Chat Sauvage haben sich die Zeilenspringer jetzt öffentlich vorgestellt und jeweils einen außergewöhnlichen Wein präsentiert, ehe mit ein paar hundert Fans der Weingüter gefeiert wurde. Laut „Präsident“ Pascal Sohns sehen sich die Zeilenspringer als „handwerkliche Weinerzeuger“, die viel voneinander lernen, sich gegenseitig „befruchten“ und Synergieeffekte heben wollen. Unklar bleibt zunächst, warum es für den internen Austausch junger und junggebliebener Winzer im überschaubaren Rheingau eines Vereins bedarf und was die gemeinsame Idee dieser höchst heterogen zusammengesetzten Truppe ist. Das Preisniveau dieser Güter und ihre Vermarktungsschienen sind jedenfalls höchst unterschiedlich. Mit welchen gemeinsamen Aktionen der Verein künftig auf sich aufmerksam machen will, blieb zur Premiere nach eineinhalb Jahren Vorbereitungszeit vorerst im Dunkeln…. also warten wir auf den nächsten Hüpfer….

Terroir nicht erkennbar - GG und Spätlese

Große Gewächse und Spätlesen aus (jeweils ein und derselben) Großen Lage, das war das Thema des zweiten großen Tastings beim Internationalen Riesling Symposium (IRS) auf Schloss Reinhartshausen- Ein Fazit vorweg: Große Weine wurden gezeigt, aber selbst von den Experten waren sie nicht immer der richtigen Weinregion zuzuordnen. Die Süße überdeckt das Terroir sehr stark, so dass unüberschmeckbar ist: Je fetter der (süße) Wein, desto weniger schmeckbar die Herkunft. Der gleiche Weinberg war – auch bei gutem Willen – tatsächlich in den wenigsten Fällen in der trockenen und süßen Variante erkennbar. Meist gerieten die Spätlesen zu süss, Wilhelm Weil hat daraus schon die richtige Konsequenz der „Abrüstung“ beim Restzuckergehalt gezogen… 90 und mehr g/RZ braucht kein Mensch und keine Spätlese. Eher erkennbar als das Terroir blieb die in Weinpaaren die Handschrift des Winzers, beispielsweise der Sponti-Stinker von 2012 Schloss Lieser GG und Spätlese… aber trinken will ich das nicht…. Meine Favoriten (paare):

Wegeler: 2012 Bernkasteler Doktor GG und Spätlese

Dönnhoff: 2012 Hermannshöhle GG und Spätlese

Emrich-Schönleber: 2012 Halenberg GG und Spätlese

Toni Jost: 2011 Hahn GG und Spätlese

Weil: 2011 Gräfenberg GG und Spätlese

Rebholz: 2011 Kastanienbusch GG und Spätlese

Diese Rebsorte ist einfach nicht zu fassen!

Die Stärke des Rieslings ist seine nahezu einzigartige Vielfalt, und das ist zugleich auch seine große Schwäche. „Das Image des Rieslings ist ein höchst verworrenes“, sagte Willi Klinger zum Auftakt des Internationalen Riesling Symposiums (IRS) auf Schloss Reinhartshausen im Rheingau. Der Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing GmbH hatte für seinen Vortrag vor den mehr als 200 Fachjournalisten, Erzeugern und Branchenvertretern zahlreiche Weinexperten in aller Welt befragt und kam zu dem Schluss: „Von den lichten Höhen absoluter Weltklasse bis in die finsteren Keller der billigen Massenproduktion reicht das Erscheinungsbild“, so dass man sich fragen müsse: „Ist Riesling als Weintyp überhaupt fassbar?“ Er ist es offenbar nicht, denn Klinger beklagte, dass Durchschnittskonsumenten dieser Rebsorte „mit Angst oder zumindest Unsicherheit“ gegenüberträten. Das liegt nicht nur nach Ansicht von Klinger vor allem am Zucker. Rieslingweine können knalltrocken, aber auch halbtrocken oder gar edelsüß sein. Eine Eigenschaft, die von den Fachleuten als spannend gelobt wird, die aber – im Gegensatz beispielsweise zu Chardonnay oder der Modesorte Sauvignon blanc - für ein sehr uneinheitliches Erscheinungsbild sorgt. (Säure war übrigens kein Thema für Klinger!)

Dieses heterogene Auftreten erschwert Marketingfachleuten wie Klinger die Arbeit ungemein. Klinger zeigt sich skeptisch, ob Initiativen wie jene zur Klassifikation der besten Weinberge einen Weg aus diesem „Dilemma“ aufzeigen können. Klinger sieht es als Hauptaufgabe des Riesling-Marketings, das „immer noch etwas altbackene Image der Sorte aufzufrischen.“ Riesling müsse als Rebsorte auch für die „junge Szene“ interessant sein. Trotz eines „gespaltenen Riesling-Images“ sieht Klinger Anlass zu Optimismus, denn Riesling erlebe eine weltweite Renaissance und erfahrene steigende Wertschätzung. Die Kommunikation müsse aber verbessert werden, Deutsches Weininstitut und VDP müssen sich besser abstimmen und vor allem im Hinblick auf die Süße des Weins die „weltweit grassierende Verunsicherung der Konsumenten“ aktiv bekämpfen. Der Geschmackseindruck und damit das Zusammenspiel zwischen Süße, Säure und PH-Wert müsse stärker in den Vordergrund gerückt werden als der bloße Restzuckergehalt. Dies werde aktuell beispielhaft in den Vereinigten Staaten praktiziert.

Wie schwer die Rebsorte Riesling allerdings zu fassen ist, ließ sich sogar an den Statistiken ablesen. Während Klinger von 50.000 Hektar Riesling weltweit sprach, nannte Hans Reiner Schultz von der Hochschule Geisenheim nur 35.000 Hektar als Rebfläche (vermutlich ohne Osteuropa). Auch im Hinblick auf die Ansprüche von Riesling an Klima und Boden blieben die Aussagen eher vage. Laut Schultz ist es schwierig, einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Klima und Weinqualität zu ziehen, weil die Rebsorte sehr anpassungsfähig sei. Trotz mancher Korrelationen gebe es bisher keinen wirklich direkten Zusammenhang zwischen der Bodenzusammensetzung und dem Geschmacksbild des Weines.

Schultz stellte auch die von vielen Erzeugern vertretene These in Frage, dass nur bei sehr geringen Erntemengen Spitzenweine möglich seien. Große Weine müssten nicht notwendigerweise mit extrem niedrigen Erträgen einhergehen, sagte Schultz. Zudem könne der Winzer über Kultivierungsmaßnahmen in den Weinbergen den Klimaeinfluss abschwächen oder verstärken. (Mein Bericht aus der F.A.Z. vom 27.05.)

IRS 2014 - Internationales Riesling Symposium

„New World Rieslinge“ war das erste Tasting des Internationalen Riesling Symposiums IRS auf Schloss Reinhartshausen in Eltville-Erbach überschrieben, und FAS-Weinexperte Stuart Pigott moderierte eine hochinteressante IRS-Probe von 20 Weinen aus Australien, Neuseeland, Nordamerika und Osteuropa.

Australien: allesamt sehr trocken und deshalb mit sehr präsenter Säure… viele grüne Noten, aromatische Anmutungen von Stachelbeere und Rhabarber.. meist fehlte es ein wenig an Fülle, Eleganz und Finesse, dazu leichte Bitterschwänzchen am Ende. In jedem Fall war die Handschrift der Winzer gut erkennbar, das Terroir spielte hier eindeutig eine Nebenrolle... best bewertet:

Grosset: 2013 Polish Hill Riesling und Henschke: 2013 Lenswood Green´s Hill Riesling

USA: die Nordamerikaner präsentierten sich deutlich fruchtbetonter, saftiger und trinkfreudiger als Down under, jedoch auch mit deutlich mehr Restsüße, die manchmal etwas aufgesetzt wirkte, best rated:

Tantalus Vineyards: 2012 Riesling – fruchtig, frisch, guter Trinkfluss trotz guter Säure, belebend

Chateau Ste. Michelle: 2012 Eroica Riesling und Lamoreaux Landing: 2012 Red Oak Vineyard Riesling – hohe Säure bei beiden, aber guter Gesamteindruck

Neuseeland: Hier wurden uns New Style Natural Sweet Riesling präsentiert… allesamt im Stil einer fetten Spätlese erzeugte Weine, denen es jedoch ein wenig am Spannungsbogen mangelte, aber alle saftig-süss-fett-süffig…. mein Favorit:

Felton Road: 2013 Riesling Block 1 – sehr geradlinig, klar, gute Frucht und Länge

zu den inhaltlichen Ausführungen auf dem Symposium in Kürze mehr an dieser Stelle….

Diefenhardt „open“

Gute Idee, mit zwei Gastwinzern aus Franken und Schwaben die eigenen Weine in lockerer Atmosphäre zu präsentieren… dazu gewohnt formidables Essen aus der Küche von Ariane Schäfer!

2012 Charta Riesling und Estate Riesling – sehr gut zur Forelle und zu Gambas !

2013 Martinsthaler Riesling trocken – Riesling aus dem Holzfass, sehr lecker, gute Struktur und Balance, das Holz gibt dem Wein Format !

Weingut Höfler, Alzenau

2012 Apostelgarten Silvaner trocken Erste Lage

2012 Apostelgarten Riesling trocken Große Lage

2x Apostelgarten und dann 1x als Erste und 1x als Große Lage? Verwirrend, aber beide Weine sehr gut !

Weingut Karl Haidle, Kernen-Stetten

2012 Chardonnay –Weißburgunder trocken – sehr süffig, stoffig, Trinkfluss

2012 Pulvermächer Riesling „S“ eher filigran, könnte mehr Power haben, aber lecker

2012 Chardonnay trocken – sehr holzbetont, wuchtig, cremig, vanillig, ein Powerwein!

2011 Ypislon Cuvée trocken – weit entfernt von einer Bordeaux-Anmutung, aber gute Fülle und Frucht!

Mineralität aus der Magnum

Weingut Altenkirch, Lorch: 2009 Grauschiefer trocken Magnum. Ddieser Wein war der Höhepunkt eines entspannten Abends im Weingut Altenkirch, der mit 2012 Grauschiefer begann und über 2012 Lorcher Krone und 2012 Bodenthal-Steinberg Alte Reben seine Fortsetzung fand. Die Kollektion ist absolut untadelig und eine Werbung für mineralische Weine aus schiefergeprägten Lagen des unteren Rheingaus. Die Küche hat in jüngster Zeit noch einmal einen Zahn zugelegt, Kompliment!

 

Die ersten Reben blühen...

Wahnsinn, am 22. Mai vermeldet das Weinbauamt Eltville in einem günstig gelegenen Weinberg in Mittelheim die ersten aufblühenden Beeren! An diesem Standort wird um den 25. Mai mit dem Beginn der Rieslingblüte gerechnet. Bisherige Rekorde im Referenzweinberg im Eltviller Sonnenberg sind der 25. Mai 2007 und der 26. Mai 2011. Das dreißigjährige Mittel ist der 14. Juni…. also haben die Weinberge aktuell einen Vorsprung von drei Wochen…. eine frühe Weinlese 100 bis 120 Tage nach der Blüte ist absehbar !

EU-Knete für alle !

Die hessischen – und natürlich auch alle anderen - Winzer profitieren in den kommenden Jahren noch stärker von der EU als bisher. Erstmals erhalten sie von 2015 an - wie alle anderen Landwirte - eine Flächenprämie für ihre Leistungen zur Pflege der Landschaft. Noch stehen nicht alle Details fest, aber es ist zu erwarten, dass den hessischen Winzern jährlich mehr als 800.000 Euro zufließen – zusätzlich zu den 1,3 Millionen Euro, die gezielt über das Nationale Stützungsprogramm Wein (NSP) verteilt werden. Das NSP ist ein Element der europäischen Weinmarktreform von 2009 und soll die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Weinbaus zu stärken. Damals wurde Deutschland Geld aus dem Haushalt der EU überlassen, um individuelle nationale Förderkonzepte zu entwickeln. Bis 2013 stieg das Budget auf knapp 39 Millionen Euro. Die Förderung ist in dieser Höhe bis 2018 fortgeschrieben worden, so dass Deutschland fast 200 Millionen Euro EU-Fördermittel für den Weinbau zur Verfügung stehen. Hessen stehen entsprechend seiner Rebfläche rund 1,3 Millionen Euro zu. Von fünf von der EU akzeptierten Fördersäulen konzentriert sich Hessen in Absprache mit den Weinbauverbänden weiterhin auf drei: die Umstrukturierung von Weinbergen, Investitionen in die Kellerwirtschaft und die Absatzförderung in Ländern außerhalb der EU. Winzer, die in China eine Weinmesse besuchen oder eine Marktstudie in Auftrag geben wollen, können bis zu 50 Prozent der Kosten erstattet bekommen. Bedeutsamer sind allerdings die Zuschüsse für den Kauf von Weinpressen, Filtern oder Tanks, die mit 35 Prozent gefördert werden. Rund 40 Betriebe erhielten 2012 insgesamt rund 900.000 Euro. Die Zahl der Anträge übersteigt regelmäßig das Budget. Ebenso bedeutsam ist die Umstrukturierung von Rebflächen, vor allem von Steillagen. Winzer, die auf besser vermarktbare Rebsorten umsteigen wollen, die breitere Rebzeilen zur effizienteren Bewirtschaftung anlegen oder die Bewässerungsanlagen installieren wollen, können Zuschüsse erwarten, in der Regel werden Festbeträge gewährt, beispielsweise 24.000 Euro je Hektar für die Querterrassierung von Steillagen. Das NSP ist aber nicht der einzige Subventionstopf für Winzer. Mit knapp 600.000 Euro, davon die Hälfte EU-Mittel, fördert das Land den Weinbau in Steillagen.

„Flotteninspektion“ bei Weil"

in Kiedrich… der Jahrgang 2013 hält mehr als er verspricht, das ist zumindest das vorläufige Fazit der Verkostung des (fast) gesamten Sortiments. Die Weine zeichnen sich durch die von Weil vertraute Komplexität und reintönige Finesse aus. Noch stärker als in anderen Jahrgängen wird aber die Berglagencharakteristik erkennbar. Die Weine sind durchweg sehr fest am Gaumen. Sie gefallen mit einer perfekt eingebundenen Säure und überzeugen durch viel Frucht, gepaart mit salziger Mineralität und betont kühler Aromatik. Die Weine haben Charakter und Ausdrucksstärke. Wer nach Jahrgängen wie 2009, 2011 und 2012 die 2013er vorschnell abgeschrieben haben sollte, muss sich dieser Flotteninspektion einmal stellen. Wir haben eine animierende Trinkfreude verspürt… und die Lust auf den nächsten Schluck!

2013 RW Liter trocken – der Liter wird ob seines Preises bisweilen von der Fachpresse gescholten, aber dieser „Schoppen“ ist ein sehr dichter, stoffiger Charakterwein und eine glänzende Visitenkarte

2013 RW QbA trocken 0,75 – geprägt von Primäraromen aktuell noch dicht am „Liter“, aber ein „Mehr“ an Geschmack ist durchaus schon erkennbar…. das sind schon bald „Absetzbewegungen“ zum „Liter“ durch die Flaschenreife zu erwarten… behalten wir im Auge!

2013 Kiedricher Riesling trocken – der bislang beste Weil´sche Ortswein so weit…. tänzerisch, elegant, grazil, aber alles andere als dünn oder schlank, sondern stoffig und ausdrucksstark

2013 Klosterberg 1. Lage – in der Nase ist die Spontanvergärung stärker spürbar als im Geschmack, die Lage wird in den Weil´schen Händen langsam erwachsen… schon ist der Klosterberg (fast) auf Augenhöhe mit dem Turmberg, wenn auch nie ganz so elegant

2013 Turmberg 1. Lage – wie gewohnt zu diesem Zeitpunkt der Verkostung mein trockener Liebling: animierende Trinkfreude pur!

2013 Klosterberg Spätlese 1. Lage – mineralische Süße, elegant, wunderbares Pendant zum trockenen Klosterberg

2013 Turmberg Spätlese 1. Lage – einfach genial, ein Frucht- und Aromenmix vom Feinsten, wen verlangt es da noch nach einer Auslese????

2013 Gräfenberg Spätlese Große Lage – meisterhafte Eleganz

2013 Turmberg Auslese, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese

2013 Gräfenberg Auslese, Auslese Goldkapsel, Beerenauslese, Beerenauslese Goldkapsel, Trockenbeerenauslese

…ja, wir haben die ganze Parade der Edelsüßen abgenommen und sind begeistert von reintönigem Schmelz, Trockenfrüchten, Honig, Karamell, Aprikose und anderen, teils exotischen Aromen. Ja, wir verzichten hier auf eine Einzelbesprechung, weil wir uns von so viel edler Süße erschlagen fühlen und uns mit den Spätlesen schon vollauf bei jeder Gelegenheit gerne vergnügen würden. Und nein, wir trauern dem ersten Ausfall der Eisweinlese seit der Betriebsübernahme durch Wilhelm Weil nicht nach…!

Aus dem Verkostungstagebuch

Ein paar Chardonnay und Weißburgunder ….

Bernhard Huber, Kaiserstuhl: 2009 Schlossberg Chardonnay „R“

Wahnsinn. Kaum zu glauben, dass in Deutschland so ein außergewöhnlicher Chardonnay heranwächst… kann mich nicht erinnern, in jüngerer Zeit einen Besseren aus Deutschland getrunken zu haben….

Manincor, Kaltern: 2012 Chardonnay Sophie

sehr elegant, fast filigran aber sehr gut balanciert, große Trinkfreude und Trinkfluss, schmeckt nach mehr…..

Landesweingut Kloster Pforta: 2012 Saalhäuser Weißer Burgunder

ein wirklich erstaulicher Ossi…. sehr fest, guter Zug am Gaumen

Sohns, Geisenheim: 2012 Weißburgunder M

noch zu jung, vielversprechend, guter Körper, Länge, Cremigkeit

Dr. Heger, Ihringen: 2010 Winklerberg Weißburgunder GG

das Beste an Weißburgunder, was ich bislang aus Deutschland UND aus dem Jahrgang 2010 getrunken habe, phänomenal, groß ! Wow!

Hans Lang, Hattenheim: 2002 Weißburgunder Spätlese trocken

erstaunlich frisch, gute Balance, gut gereift

Himmel, Hochheim: 2006 Weißburgunder trocken

leckerer Wein aus einem schwierigen Jahr 

Hans Wirsching, Escherndorf: 2012 Riesling Kabinett trocken – frisch, lecker, fruchtig, gut

Weingut am Stein, Würzburg: Würzburger Stein Grauburgunder trocken – fein, guter Essensbegleiter

Kopp, Hattenhein: 2013 Riesling Selection – guter Schoppen für jeden Tag

Staatsknete fürs Staatsweingut

240 Hektar erfasster Rebfläche, 70 Mitarbeiter, Spitzenlagen im Rheingau, eine Schatzkammer voller Wein, das sind die Hessischen Staatsweingüter… und nachdem sie dem Steuerzahler jahrzehntelang auf der Tasche gelegen haben und jährlich mit sechs- und siebenstelligen Beträgen alimentiert werden mussten, schreiben sie nach eigener Angaben nun sogar regelmäßig schwarze Zahlen! Wow!

Die Staatsweingüter haben 2013 im dritten Jahr in Folge ein positives Betriebsergebnis erzielt und entwickeln sich deutlich besser als erwartet. „Wir sind doppelt so gut, wie wir hätten sein müssen“, sagte Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU), als er sich in dieser Woche im Kloster Eberbach als neuer Aufsichtsratsvorsitzender der landeseigenen GmbH vorstellte. Schäfer ist damit Nachfolger des früheren Ministerpräsidenten Roland Koch, denn Bouffier wollte nicht. Nach Darstellung von Schäfer und Geschäftsführer Dieter Greiner steht das Weingut wirtschaftlich gut da. Das Land sei bei der Konsolidierung seines chronisch defizitären Weinguts schneller als erwartet vorangekommen. Nach dem im Zuge eines Beihilfeverfahrens der Europäischen Union vorgelegten Plan dürfte das Weingut derzeit noch Verlustvorträge von rund sieben Millionen Euro vor sich herschieben. Aktuell seien es aber nur noch 3,4 Millionen Euro. In einen normalen Erntejahr rechnet Schäfer mit einem Ertrag von einer halben Million Euro. Das bezeichnete er als „irrsinnigen Fortschritt“. Es sei gelungen, das Staatsweingut als Flaggschiff des Rheingaus auf nationalen und internationalen Märkten zu positionieren.

Nun ja, ein Flaggschiff sind die Staatsweingüter wohl nur in den verklärten Augen ihres Eigentümers. Wer die einschlägigen Weinführer studiert, sieht die Staatsweingüter meist im guten Mittelfeld platziert. Die Rotweine der Domäne Assmannshausen mit ihren vermeintlich so unrentablen Steillagen genießen dabei meist einen etwas besseren Ruf als die Weißweine aus dem gesamten Rheingau und von der Bergstraße. Von einer Qualitätsführerschaft kann keine Rede sein.

Immerhin. Die vollständig kreditfinanzierte, mehr als 15 Millionen Euro teure Kellerei hat meiner Ansicht nach der Qualität der Weine durchaus gut getan. Mit der Vorbildwirkung ist es indes so eine Sache. Kürzlich stand ein 4,99 Euro-Wein mit Adler in der Metro…. die VDP-Kollegen waren entsetzt, Greiner spricht von einem nachweisbaren Etikettierfehler, also einer Art „Unfall“, der schnell korrigiert worden sei…. Die Querterrassierung von Steillagen hat das Staatsweingut nicht erfunden (im Rheingau: Laquai), Minimalschnitt und Bewässerung sind eigentlich „alte Hüte“ …. und wirklich Vorbild für die übrigen Betriebe? Dafür wurde der markante Adler vom Etikett verbannt... mit der Folge, dass die Bergsträßer Weine jetzt das Rheingauer Kloster auf dem Etikett tragen....

Sei´s drum. Die gute Nachricht über die Entwicklung bei den Staatsweingütern lässt sich nicht immer auf den Flaschenetiketten ablesen, aber immer öfter in den Bilanzen. Für die Steuerzahler ist das die bedeutsamere Botschaft.

Eine Analyse des hessischen Rechnungshofes hat aber ergeben, dass die Eigenkapitalausstattung mit nur 17 Prozent gegenüber erfolgreichen Weingütern mit rund 60 Prozent zu gering ist. Das Land wird deshalb mit Billigung der EU ein den Staatsweingütern für den Kellereibau gewährtes Darlehen in Höhe von 7,5 Millionen Euro in Eigenkapital umwandeln und noch mehr Staatsknete bereitstellen: in diesem Jahr weitere 500.000 Euro für die Eigenkapitalrücklage, im Jahr 2015 womöglich noch einmal den gleichen Betrag. Dann würde die Eigenkapitalquote knapp 50 Prozent erreichen, was Schäfer und Greiner für ausreichend halten.

Das Land ist für uns hessische Steuerzahler zuversichtlich, das Geld wiederzusehen, sagte Schäfer. Nach Abarbeitung der Verlustvorträge erwartet das Land eine Umsatzrendite von fünf Prozent. Zudem erhält das Land eine Bruttopacht von 300.000 Euro jährlich für die Weinberge. Laut Greiner hat die GmbH seit ihrer Gründung ein jährliches Umsatzwachstum von 7,5 Prozent erreicht.

Die ordnungspolitische Frage, ob es zu den Kernaufgaben eines deutschen Bundeslandes gehört, ein eigenes Weingut zu betreiben, stellt sich Hessen nach Ansicht der Landesregierung derzeit nicht. Die enge Verzahnung mit Kloster Eberbach und der hohe Anteil an unrentablen Steillagen sind nach Ansicht des neuen Aufsichtsratsvorsitzenden für private Investoren ohnehin abschreckend. Vom „Schmücken einer Braut“ könne im Hinblick auf die Entwicklung und Stärkung der Staatsweingüter daher keine Rede sein… eigentlich schade !

Mindestlohn benachteiligt Winzer

Im Gegensatz zu Landwirten wollen die deutschen Winzer ihr Einkommen weiterhin vorwiegend am Markt erwirtschaften und nicht von Subventionszahlungen der Europäischen Union abhängig werden. Sie erwarten aber, dass ihre Leistungen bei der Pflege der Kulturlandschaft von der Allgemeinheit besser entlohnt werden. Vor allem die kosten- und personalintensive Bewirtschaftung von Steil-und Terrassenlagen müsse vom Staat stärker finanziell unterstützt werden, ohne dass dies mit mehr Bürokratie oder noch höheren Umweltauflagen verknüpft werde. Diese Forderungen formulierte der Generalsekretär des Deutschen Weinbauverbandes (DWV), Rudolf Nickenig, bei der Mitgliederversammlung des DWV auf Schloss Johannisberg im Rheingau. Dabei wandte sich der Generalsekretär gegen eine „allmächtige Bürokratie in Brüssel“. Das Prinzip der Subsidiarität dürfe nicht nur ein Element von wohlfeilen Sonntagsreden sein, sondern müsse Bestandteil der Politik werden. Die Entscheidungsprozesse in der europäischen Weinbaupolitik seien zu langwierig und zu wenig transparent. Nickenig erwartet weitere Fortschritte bei der Rationalisierung und Mechanisierung im Weinbau, um absehbare Engpässe bei Fachkräften und Saisonarbeitern zu überwinden. Nach Ansicht des DWV-Präsidenten Norbert Weber belastet die vorgesehene Regelung zum Mindestlohn „massiv die arbeitsintensiven Sonderkulturbetriebe“ in Deutschland. Das Gesetz benachteilige die deutschen Winzer auch im Wettbewerb mit den Kollegen anderer Weinbauländer. Der DWV halte deshalb am bestehenden Tarifvertrag fest, der eine schrittweise Anhebung des Mindestlohns in der Landwirtschaft auf 8,50 Euro erst ab dem Jahr 2017 vorsehe. Weber warnte vor einer in Europa diskutierten Ausweitung der Rebflächen. Der weltweite Weinverbrauch stagniere seit fünf Jahren bei rund 240 Millionen Hektolitern, während die Weinerzeugung auf mittlerweile 270 Millionen Hektoliter gestiegen sei. Ziel der deutschen Winzer sei es, „im mittleren und oberen Preissegment Maßstäbe zu setzen“. Allerdings stagniere auch in Deutschland der Verbrauch. Statt eines Wachstums beim Weinkonsum gebe es einen Verdrängungswettbewerb. (gekürzte Fasszung meines Berichts in der F.A.Z. vom 15. Mai)

Mindestlohn benachteiligt Winzer

Im Gegensatz zu Landwirten wollen die deutschen Winzer ihr Einkommen weiterhin vorwiegend am Markt erwirtschaften und nicht von Subventionszahlungen der Europäischen Union abhängig werden. Sie erwarten aber, dass ihre Leistungen bei der Pflege der Kulturlandschaft von der Allgemeinheit besser entlohnt werden. Vor allem die kosten- und personalintensive Bewirtschaftung von Steil-und Terrassenlagen müsse vom Staat stärker finanziell unterstützt werden, ohne dass dies mit mehr Bürokratie oder noch höheren Umweltauflagen verknüpft werde. Diese Forderungen formulierte der Generalsekretär des Deutschen Weinbauverbandes (DWV), Rudolf Nickenig, bei der Mitgliederversammlung des DWV auf Schloss Johannisberg im Rheingau. Dabei wandte sich der Generalsekretär gegen eine „allmächtige Bürokratie in Brüssel“. Das Prinzip der Subsidiarität dürfe nicht nur ein Element von wohlfeilen Sonntagsreden sein, sondern müsse Bestandteil der Politik werden. Die Entscheidungsprozesse in der europäischen Weinbaupolitik seien zu langwierig und zu wenig transparent. Nickenig erwartet weitere Fortschritte bei der Rationalisierung und Mechanisierung im Weinbau, um absehbare Engpässe bei Fachkräften und Saisonarbeitern zu überwinden. Nach Ansicht des DWV-Präsidenten Norbert Weber belastet die vorgesehene Regelung zum Mindestlohn „massiv die arbeitsintensiven Sonderkulturbetriebe“ in Deutschland. Das Gesetz benachteilige die deutschen Winzer auch im Wettbewerb mit den Kollegen anderer Weinbauländer. Der DWV halte deshalb am bestehenden Tarifvertrag fest, der eine schrittweise Anhebung des Mindestlohns in der Landwirtschaft auf 8,50 Euro erst ab dem Jahr 2017 vorsehe. Weber warnte vor einer in Europa diskutierten Ausweitung der Rebflächen. Der weltweite Weinverbrauch stagniere seit fünf Jahren bei rund 240 Millionen Hektolitern, während die Weinerzeugung auf mittlerweile 270 Millionen Hektoliter gestiegen sei. Ziel der deutschen Winzer sei es, „im mittleren und oberen Preissegment Maßstäbe zu setzen“. Allerdings stagniere auch in Deutschland der Verbrauch. Statt eines Wachstums beim Weinkonsum gebe es einen Verdrängungswettbewerb. (leicht gekürzte Fassung meines Beitrags für die F.A.Z. vom 15. Mai)

Aus dem Verkostungstagebuch

Schlossschänke Schloss Reinhartshausen, Erbach

2012 Sauvigon blanc, Chardonnay & Weißburgunder (beides von der Insel), Nussbrunnen trocken, Siegelsberg trocken, Grauburgunder und Gutswein QbA trocken

Die Weinqualität in der Schänke, die ja zu dem an die Familie Lergenmüller verkauften Weingut gehört, ist tadellos.

Johner, Baden: 2012 Lössmännle Cuvée – kein Überflieger, aber interessant

Chateau Joqueyres: 2008 – solide Bordeaux-Basisqualität

Dr. Heger: 2013 Gelber Muskateller – saftig, klar, geradlinig, saftige Süße

Domaine Gérard Julien et Fils: 2003 Nuits-Saint-Georges Grande Vin de Bourgogne – ein wirklich sehr guter Burgunder mit Finesse und Tiefgang, ganz und gar nicht fett, Trinkfluss!

Chat Sauvage, Johannisberg: 2010 Pinot Noir – einer der besten 2010er im Rheingau

Nicht nur Billigwein zieht

Deutschland ist also doch kein Land der Billigweintrinker! Eine neue Geisenheimer Studie belegt: Die Nische für teure Weine ist größer als gedacht. Sind die deutschen Weintrinker in ihrer großen Mehrheit Banausen, die durchschnittlich weniger als drei Euro eine Flasche Wein ausgeben und diese vorrangig beim Discounter um die Ecke kaufen? Diesen Eindruck erweckte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit jedem neuem Weinmarktbericht. Nach ihren Erhebungen wurden im Jahr 2011 im Lebensmitteleinzelhandel und im Discount sogar etwas weniger als zwei Euro je 0,75 Liter-Flasche ausgegeben. Eine brandneue Studie der Hochschule Geisenheim kommt nach einer innovativen Auswertung der repräsentativen Befragung von mehr als 2000 Bürgern auf 140 noch unveröffentlichten Seiten zu anderen Ergebnissen: Es ist nicht rund die Hälfte aller Weinkonsumenten, die ihren Bedarf bei Aldi deckt, sondern weniger als ein Drittel. Der Durchschnittspreis für einen Liter Wein liegt auch nicht bei unter drei Euro, sondern immerhin bei 4,70 Euro. Besonders bemerkenswert ist die Treue der Kunden zur ihren Einkaufsstätten. Wer seinen Wein gerne bei Aldi & Co. kauft, der deckt dort regelmäßig 90 Prozent seines Bedarfs. Wer hingegen häufig zum Winzer seines Vertrauens fährt und dort den Kofferraum vollpackt, der deckt dort 75 Prozent seines Verbrauchs. Nur jeder fünfte Weinkäufer fällt in die Kategorie der so genannten Multichannel-Konsumenten, die sich überall ihren Wein besorgen, auch beim Discounter. Nach der Geisenheimer Studie kaufen auch weit mehr Bürger direkt beim Winzer (16 Prozent) und bei Winzergenossenschaften (sieben Prozent) ein, als es bisher vorgelegte Studien glauben machen. Immerhin vier Prozent beziehen ihre Weine sogar direkt vom Erzeuger im Ausland. Für die Geisenheimer Marktwirtschaftler ist das der Beleg: der Weinmarkt ist komplexer, differenzierter und chancenreicher ist als bislang angenommen. Rund 20 Prozent der deutschen Verbraucher stehen für 80 Prozent des Weinkonsums. Der Premiummarkt ist keine kleine Nische, sondern steht für die Hälfte des Marktes. Allerdings lehnen immerhin 40 Prozent aller Befragten Wein als Getränk rundweg ab. Ein Wert, dem die Geisenheimer Wissenschaftler noch genauer nachspüren wollen. (leicht gekürzte Fassung meines Berichts für die F.A.Z. vom 23. April 2014)

Schoppentrophy läuft !

10. Rheingauer Schoppentrophy vor der Blindverkostung: Die Frist zur Teilnahme an der 10. Schoppen-Trophy des Rheingauer Weinschmeckers ist abgelaufen. Mit dem Ende der Meldefrist haben fast 40 ausgewählte Weingüter ihren trockenen Basisriesling, den günstigsten Schoppen der aktuellen Weinkarte, beim Rheingauer Weinschmecker zur Bewertung eingereicht. Die Blindverkostung der zuvor in neutrale Flaschen umgefüllten Weine findet unter Beteiligung von rund 30 Juroren am 2. Juni statt. Gut zwei Wochen später wird Staatssekretärin Beatrix Tappeser als Vertreterin der hessischen Landesregierung den Siegern die Urkunden überreichen. Anhand der önologischen Daten lässt sich schon jetzt sagen, dass sich der Schraubverschluss auch bei den konservativen Weingütern endgültig durchgesetzt hat. Die Interpretationen dessen, wie ein Schoppen-Riesling schmecken sollte, sind zumindest nach der Papierform recht unterschiedlich: Die Säurewerte der vorgestellten Weine reichen von knapp 6,5 bis knapp 8,5 Promille, die Zuckerwerte von etwas mehr als drei bis zum zulässigen Maximalwert von 9,9 Gramm Restzucker je Liter. Die Alkoholgehalte bewegen sich erwartungsgemäß zwischen knapp elf und knapp 13 Prozent. Doch nun sind die Zungen und Gaumen der Juroren gefragt… Das Ergebnis gibt es Mitte Juni zuallererst hier auf dieser Seite, die komplette Ausschreibung lässt sich nachlesen unter www.rheingauer-weinschmecker.de

 

Großer Geschmack aus großen Flaschen

Zugegeben, ich liebe große Flaschen. Nicht nur wegen des majestätischen Anblicks, sondern weil sie in der Regel auch für großen Geschmack stehen und der Winzer nur ausgewählte Weine in die teuren Gebinde gibt. Das bestätigte wieder einmal eine private Feier, bei der gleich vier extraordinaire Tropfen entkorkt (!) wurden:

Georg Breuer: 2008 Rüdesheimer Rottland Magnum – frisch, elegant, nachhaltig, exzellent!

Ress: 2009 RESSspekt – eine von nur 200 abgefüllten Magnums der Resspekt-Premiere – kraftvoll, dicht, viel Schwung am Gaumen und noch eine gute Zukunft…

Markus Schneider: 2012 Kaitui Sauvignon blanc Magnum – sehr grün, wirkt ein wenig unreif, aber typisch SB, wilde Kräuter und Gräser, Stachelbeere !

Corvers-Kauter: 2007 Drachenstein Spätburgunder Doppelmagnum – trotz der Big bottle schon fortgeschritten gereift… reife Beerenfrüchte, langer Nachhall, gute Säure, elegant

 

 

 

Silvaner-Erlebnis am Kaiserstuhl

Kaum zu glauben, aber Ihringen am Kaiserstuhl ist nicht nur Herkunft bester deutscher Burgunder, sondern auch eine badische Hochburg des Silvaner. Joachim Heger erwartet gar eine „Renaissance“ der Rebsorte und verweist darauf, dass um 1930 noch 50 Prozent der Ihringer Rebfläche mit Silvaner bestockt war. Ein „exzellenter Terroiranzeiger“, sagt Heger, und 15 der 16 verbliebenen Haupterwerbswinzer in Ihringen und dem zugehörigen Wasenweiler laden für den 1. Juni zur Premiere der „Ihringer Weinkost“ aufs Weingut Blankenhornsberg. Dabei stellt jeder Winzer fünf Weine vor, darunter auch einen Silvaner. Es ist ein ungewöhnlicher Schulterschluss einer heterogenen Winzerschar, Ausgang und Erfolg noch ungewiss. Das Ereignis ist dennoch eine Reise wert. Wir hatten die Gelegenheit, die meisten trockenen Silvanerweine schon einmal vorab zu verkosten… und verließen Ihringen mit einem zwiespältigen Eindruck.

Hubert Lay, 2013 Silvaner Kabinett trocken – fruchtig, ordentlich, sehr mild, aus Ökoweinbau, ganz gut

Konstanzer: 2013 Silvaner Spätlese . – sehr ordentlicher Alltagswein aus dem Winklerberg

Düringer: 2013 Silvaner Fohrenberg – mäßiger Gesamteindruck, Mangel an Harmonie

Stigler: 2008 Spätlese F66 – milde Eleganz, sehr frisch, überzeugend gereift, sehr gut, viel Trinkspass!

Dr. Heger: 2013 Winklerberg Silvaner; elegante Frucht, sehr trocken, Länge, animierend, klasse!

Sonnenhof: 2013 Fohrenberg – sehr kurz, ohne Nachhall, kein Trinkspass

Weinhaus Wasenweiler Winzer: 2013 Silvaner trocken – erdig-dumpfe Nase, Aceton

Dr. Schandelmeier: 2013 Winklerberg – barock, rustikal, bodenständig

Karl Karle: 2013 Winklerberg Silvaner Kabinett trocken – solide Güte, typisch, gute Länge, Trinkfluss, sehr preis-wert!

Staatsweingut: 2013 Blankenhornsberger Silvaner – säurebetont, Mangel an Balance

und 2004 Silvaner Spätlese trocken – sehr gut, super gereift, lebendig, Nachhall, top!

Winzergenossenschaft Ihringen: 2013 Winklerberg Kabinett trocken – parfümiert in der Nase, unangenehm am Gaumen, unharmonisch

Die Zeilenspringer sind da!

"Wir sind gemeinsam dem Rheingau verbunden, und stehen für authentische Weine mit Charakter. Leidenschaft und Freude am Wein sind unser Antrieb“. Das ist das Credo des jüngsten Zusammenschlusses Rheingauer Winzer unter dem Veriens-Namen „Zeilensprung“, denn wenn genügend Deutsche erst einmal zusammensitzen, gründen sie auch gleich einen Verein. Insgesamt sieben Weingüter sind dabei: Georg Breuer, Chat Sauvage, Hanka, Sohns, Solter, Goldatzel sowie das Bischöfliche Weingut. Das klingt vielversprechend, denn ich kenne alle Weingüter gut, und wenn es um die Weinqualität geht, könnten diese das hintere, „lahme“ des Drittel des VDP Rheingau durchaus hinter sich lassen. Dennoch ist das wohl klein Club der bislang verhinderten VDP-Aspiranten…. was genau die (gemeinsamen !?) Ziele sind, soll erst am 29. Mai im Weingut Chat Sauvage (Beginn 17 Uhr) verraten werden. Wird spannend, denn die Flaschenpreise und der Sortimentsaufbau sind so verschieden wie die Absatzkanäle und die Kundenstruktur. Mehr unter www.zeilensprung.com und demnächst an dieser Stelle….

Schlemmerwoche (4) – Finale in Lorch

Der ultimative Tipp für die Rheingauer Schlemmerwoche ist eine Zugfahrt nach Lorch und ein Wein-Spaziergang, der von Kanitz über Weiler, Mohr und Ottes bis zu Altenkirch führt (und natürlich auch noch Laquai einschließen kann, wenn denn die Zeit reicht…). Diese Dichte an ambitionierten Betrieben mit außergewöhnlichen guten Steilllagenweinen ist im Rheingau einzigartig.

Kanitz: 2013 Lorcher Krone trocken, Schiefer trocken und Krone Alte Reben trocken, das waren meine 3 Favoriten der Sortimentsverkostung, aber schon der Basisriesling ist top!

Weiler: sehr gutes 2013er Sortiment im Schiefergewölbekeller verkostet, die trockenen Favoriten in der Schänke waren 2012 Krone und 2012 Bodental-Steinberg

Mohr: Noch sind die 13er Rieslinge nicht gefüllt, aber in der Schänke überzeugten vor allem der 2013er Silvaner und der 2013er Weißburgunder, aber auch die Alten Reben (2012 Riesling)

Ottes: Der Besitzerwechsel ist vollzogen, der spanische Einfluss durch Iberico-Schinken schmeckbar, 2013 Classic und 2013 Spätlese trocken sehr gut

Altenkirch: Nirgendwo wartet man besser auf den Zug zurück! Zum Finale ein 2012er Erstes Gewächs, das kann sich schmecken lassen!

VDP lädt zum Ball des Weines

Der 13. Ball des Weines des VDP im Wiesbadener Kurhaus war wieder ein schönes Fest und eine insgesamt gelungene Werbung für den Wein. Zwar könnten ein paar mehr Winzer (die Rheingauer einmal ausgenommen) auf dem Ball präsent sein, und ein paar Tickets weniger und damit weniger Gäste in den diesmal quälend übervollen Gängen und Sälen hätten durch weniger Gedränge dem Ballgefühl sehr gut getan, auch eine professionellere Moderation, aber das mindert den insgesamt guten Gesamteindruck dennoch nicht. Im Thiersch-Saal gab es ein ordentliches 3-Gang-Menü (mit einem gigantischen Brownie-Soufflé) zu sehr guten Weinen, unter denen positiv herausstach:

Groebe, Westhofen: 2012 Aulerde Riesling GG – solo hammergut UND perfekt zum Essen

Drautz-Able, Württ: 2002 Scheuerberg Spätburgunder GG – ein klasse Pinot !

Beim anschließenden Flanieren (Stau!) war die Qual der Wahl groß… beschränken wir uns auf einen einzigen Tropfen:

Hessische Staatsweingüter: 1964 Steinberger Riesling Beerenauslese

Ananas, Pflaume, gedörrte Früchte, noch sehr frisch, gut gereift, opulent aber nicht aufdringlich 

Notizen von der Schlemmerwoche (3)

Weingut Richard Nägler, Winkel

2013 Villa Gutenberg Kabinett trocken „säurereduziert“ - mein Favorit, süffig

2013 Jesuitengarten Kabinett trocken – guter Schoppen, nervig

2013 Villa Gutenberg Spätlese trocken – recht ordentlich, rassig

Weingut Ohlig, Winkel

2012 Winkeler Gutenberg Kabinett trocken – gut

2012 St. Nikolaus QbA trocken – guter Schoppen, geradlinig, klar, diesmal nicht als Essensbegleiter, denn Fraunds Zehntenhofschänke schien ein wenig überfordert…

Weingut Ress, Hattenheim

2012 Rüdesheim Rottland und Schlossberg sowie Hattenheim Nussbrunnen, Große Lage tr.

… was für ein Trio triumphale! Für mich hat der komplexe Schlossberg aber die Nase vorn vor dem festen, stoffigen Nussbrunnen und dem filigraneren, aber ruppigeren und säurebetonterem Rottland, in jedem Fall eine spannende Begegnung zu allerbestem Essen!

Weingut Josef Schönleber, Oestrich (!)

2012 Edelmann Riesling tr, Classic, 2013 Gottesthal QbA halbtrocken und 2012 Edelmann Rotling trocken – mein Erstbesuch, eine Premiere, erster Eindruck: ordentlich gemacht Weine zum fairen Preis

Weingut Manfred Bickelmaier, Oestrich

2011 Spätburgunder Barrique „Theodorus“ trocken – gelungener Pinot, körperbetont, voll

Weingut Spreitzer, Oestrich

2013 Doosberg und Lenchen Kabinett trocken, 2013 Doosberg Alte Reben und Charta 2012, gewohnt gute Qualität, diesmal hat das Lenchen aber für mich klar die Nase vor mit gutem Trinkfluss, saftig-animierende Frische weckt den Wunsch nach dem nächsten Schluck….

Weingut Allendorf, Winkel

2012 Charta und 2012 Jesuitengarten GG – ein Paar zum Verlieben gut in einer der Top-Adressen während der Schlemmerwoche!

Unterwasserwein und andere Südafrikaner...

Lammershoek Winery: 2012 Cellarfoot „The Underwater Wine“

lagerte zwölf Monate in acht 225er-Barrique-Fässern, die ihrerseits am Boden eines offenen Wassertanks fixiert waren. Dadurch gelangte kein Wein aus dem Fass (keine Beifüllung nötig) und kein Sauerstoff von aussen rein (obwohl doch die Mikrooxydation eigentlich der Sinn des Ganzen ist, nicht wahr….?!?) Mit 12 Prozent im Alkohol für Südafrika sehr moderat, Pinotage als führende von insgesamt vier Rebsorten: Pinotage, Grenache, Carignan, and Mourvedre. Das Wasser im Tank muss alle drei Wochen gewechselt werden, damit es nicht absteht…. biologischer Säureabbau unter Wasser… Insgesamt eine bizarre Idee, aber ein guter Wein mit filigraner Frucht, fast zart, sehr fruchtig mit guter Säure. Animierend, guter Trinkfluss, macht Spass

2010 Roulette blanc (4 Rebsorten)

hat 18 Monate Hefelager hinter sich, gute Säure, sehr animierend, viel Trinkfreude, lecker!

2010 Roulette red (3 Rebsorten, vor allem Syrah), natürlich ebenfalls unfiltriert, gereift in 500 l-Fässern, sehr geradlinig und klar, kaum Holz, gute Säure, entfaltet wohltuende Wärme im Magen, feines Stöffchen

Sadie Family Wines

2012 Soldaat Grenache Noir – angebaut auf über 700 Metern über dem Meeresspiegel, kühle Beerenfrucht, noch zu jung, aber schon gute Länge, viel Zukunft, braucht noch 3-5 Jahre Lagerzeit für den vollen Genuss

2012 Mev. Kirsten – aus Reben, die zwischen 1905 und 1920 gepflanzt wurden, helles Gold im Glas, leichter „Stinker“ in der Nase, ein bisserl oxidativ, säurestark, ein Wein für Fans und Fanatiker – für mich aber ohne Trinkfreude….

2012 ´T Voetpad – eine Cuvée aus 4 Rebsorten, viel Holz und Zitrone am Gaumen, ebenfalls sehr säurestark, reißt aber schnell ab, ein Wein ohne Balance und innere Harmonie

Mullineux Family Wines

2012 White Blend – ebenfalls ein Kultweingut, das zu den Besten des Landes zählt. Natürlich ebenfalls „unfiltered and unfined“, wie das die ganze „Elite“ im Swartland offenbar als Philosophie begreift, im Bukett recht zurückhaltend und eigentlich undefinierbar, im Geschmack ein Wein mit guter Balance, Dichte und Konzentration. Sehr gute Länge, die Trinkfreude aufkommen lässt, Top! Gilt in Südafrika als Benchmark! Ich bin überzeugt.

Rall: 2008 White (nur 6 Fässer produziert)

goldfarben, rauchige Aromen und Stroh, am Gaumen muskulös, fest, gut eingebundenes Holz, fetter Kamerad, macht schnell satt und müde, ein Wein zum Essen!

Rall: 2008 Red (nur 4 Fässer)

Erster Jahrgang der Neugründung von Donovan Rall, konzentriert, dicht, voll, körperbetont aber gut!

Großen Dank an Dirk Würtz, dem ich die Verkostung der hochinteressanten Auswahl südafrikanischer Weiß- und Rotweine aus dem Swartland verdanke. Die Sadie Family-Weine genießen fast Kultstatus, konnte mich aber insgesamt nicht zu 100 Prozent, obwohl unfiltriert und ungekünstelt…. Vielversprechend die Weine von Rall… und Lammershoek sollte man unbedingt mal besuchen, vielleicht mit einer Taucherausrüstung und Schnorchel, um mal im Becken unter Wasser ans Holzfass zu klopfen….. wer wird der erste Nachahmer in Deutschland? Interessant zur Bewertung dieses önologischen Verfahrens wäre mal ein direkter Vergleich desselben Tropfens aus dem konventionell gelagerten Barrique und aus dem Unterwasser-Fass… wer wagt es? (mehr dazu auch auf Wuertz-Wein.de ! )

Notizen von der Schlemmerwoche (2)

Weingut Heinz Nikolai, Erbach

2013 Sauvignon blanc – gut, aber lange nicht so brillant wie 2012 !

2013 Hendelberg Kabinett trocken – leicht, spitze Säure

2012 Primus Maximus Riesling – gut, aber schon recht gereift

Weingut Jakob Jung, Erbach

2013 Sauvignon blanc – könnte 2013 der Beste im Rheingau sein, wer tritt den Gegenbeweis an?

2013 Erbach Steinmorgen Riesling trocken VDP Ersten Lage – sehr mineralisch, top !

2008 Erbach Hohenrain Erstes Gewächs – hammergut gereift, phänomenal trinkfreudig

2001 Erbach Hohenrain Erstes Gewächs – fast noch jugendlich wirkend, voller Kraft und Finesse, nobel, extraklasse…. insgesamt mal wieder eine Bestätigung, wie „saugut“ jetzt die Jahrgänge 2001, 2002, 2004 und 2008 schmecken… und der „verachtete“ 2010er ist auf dem Weg dahin…

Weingut Lamm-Jung, Erbach

2012 Riesling Hoch 2 – interessantes Projekt mit einem befreundete Mosel-Winzer, sehr frisch, fruchtig

Weingut Offenstein Erben, Eltville

2013 Eltviller Langenstück Spätlese trocken „Bestes Fass“ – eher dünn, eher Kabinett

2013 Eltviller Kalbspflicht Spätlese feinherb – es fehlt Harmonie und Rundung

2012 Riesling Classic – na ja

2012 Sonnenberg Riesling Kabinett feinherb – die Überraschung: fruchtbetont, klar, süffig!

… ansonsten die gewohnt bliebt Straußwirtschaft in der Holzstraße

Weingut Ernst, Eltville

Seit Gosch hier seine Fischspezialitäten und Krabbenbrötchen kredenzt, brummt der Laden, zu den Scampis vom Grill mit Asia-Sauce gefielen am besten

2012 Riesling Erstes Gewächs – gute Frucht und Balance, feinherbe Art

2013 Sauvignon blanc – ein wenig rauh und hart, aber sonst ganz ok...

Notizen von der Schlemmerwoche (2)

Weingut Heinz Nikolai, Erbach

2013 Sauvignon blanc – gut, aber lange nicht so brillant wie 2012 !

2013 Hendelberg Kabinett trocken – leicht, spitze Säure

2012 Primus Maximus Riesling – gut, aber schon recht gereift

Weingut Jakob Jung, Erbach

2013 Sauvignon blanc – könnte 2013 der Beste im Rheingau sein, wer tritt den Gegenbeweis an?

2013 Erbach Steinmorgen Riesling trocken VDP Ersten Lage – sehr mineralisch, top !

2008 Erbach Hohenrain Erstes Gewächs – hammergut gereift, phänomenal trinkfreudig

2001 Erbach Hohenrain Erstes Gewächs – fast noch jugendlich wirkend, voller Kraft und Finesse, nobel, extraklasse…. insgesamt mal wieder eine Bestätigung, wie „saugut“ jetzt die Jahrgänge 2001, 2002, 2004 und 2008 schmecken… und der „verachtete“ 2010er ist auf dem Weg dahin…

Weingut Lamm-Jung, Erbach

2012 Riesling Hoch 2 – interessantes Projekt mit einem befreundete Mosel-Winzer, sehr frisch, fruchtig

Weingut Offenstein Erben, Eltville

2013 Eltviller Langenstück Spätlese trocken „Bestes Fass“ – eher dünn, eher Kabinett

2013 Eltviller Kalbspflicht Spätlese feinherb – es fehlt Harmonie und Rundung

2012 Riesling Classic – na ja

2012 Sonnenberg Riesling Kabinett feinherb – die Überraschung: fruchtbetont, klar, süffig!

… ansonsten die gewohnt bliebt Straußwirtschaft in der Holzstraße

Weingut Ernst, Eltville

Seit Gosch hier seine Fischspezialitäten und Krabbenbrötchen kredenzt, brummt der Laden, zu den Scampis vom Grill mit Asia-Sauce gefielen am besten

2012 Riesling Erstes Gewächs – gute Frucht und Balance, feinherbe Art

2013 Sauvignon blanc – ein wenig rauh und hart, aber sonst gelungen

Mainzer Weinbörse

In der Mainzer Rheingoldhalle gab es wieder das alljährliche Stelldichein der deutschen VDP-Winzer. Der imposante dicke Katalog ist zugleich eine Erzählung darüber, wie schwer sich viele Winzer noch immer mit der neuen Klassifikationspyramide (VDP-Gutswein – Ortswein – Erste Lage – Große Lage) tun. Die Folge sind etliche „Ausnahme“-Weine oder neuen Fantasiebezeichnungen… da wartet noch viel Arbeit auf den Verband. Es kann jedenfalls nicht angehen, die Übergangszeiträume auf ewig auszudehnen oder Ausnahmen zur Regel werden zu lassen… auch wenn das eine oder andere Mitglied mit seinem trockenen Lagen-Kabinett den Verband vielleicht verlässt…. Und hier nun eine Latte von Weinen, die mir (von den verkosteten, NICHT-Rheingauern) auf der Messe besonders positiv aufgefallen sind…

Dautel: 2012 Grübenstein Riesling GG und Weißer Burgunder S – mineralisch, lang, super

Drautz-Able: 2013 Sauvignon blanc und 2012 Stiftsberg GG – vor allem das große GG ist hammergut!

Fürst von Hohenloe Oehringen: 2012 Verrenberg GG – elegant, tiefgründig, fein

Schnaitmann: Götzenberg GG – sehr gute Länge, eleganz, filigran, feinfruchtig

Van Volxem: 2013 Alte Reben (Fassprobe) – eine Wucht, weltklasse

Dr. Loosen: 2012 Lay, Himmelreich, Sonnenuhr und Würzgarten GG – großes Kino!

Schloss Lieser: 2012 Riesling Spätlese trocken – gut Säure, wild, animierend

Emrich-Schönleber: Grauer Burgunder S – dicht, konzentriert, nicht holzlastig, gut!

Schloss Proschwitz: Heilig Kreuz Grauer Burgunder, Weißer Burgunder GG – Trinkfreude!

Fürst: 2012 Centgrafenberg Weißer Burgunder – viel Vanille, aber gut

Horst Sauer. Escherndorfer Fürstenberg Weißer Burgunder S – einer meiner Favoriten-WBs

Wirsching: 2012 Julius-Echter-Berg Riesling und Silvaner GG – ein Traumpaar !

Groebe: Westhofen Riesling Alte Reben – sehr süffig, viel Schmelz

Gutzler: 2012 Silvaner trocken – Mineralisch dank 80 Jahre alter Reben !

Wagner-Stempel: 2013 Silvaner trocken Porphyr – wow !

Ratzenberger: 2012 St. Jost und Wolfshöhle Riesling GG – Punktsieg für St Jost

Lanius-Knab: 2012 Bernstein Riesling GG – da kommt wirklich Freude auf !

Toni Jost: 2013 Riesling Devon S und 2012 Hahn GG – Mittelrhein zum Besten !

Besuch im Weingut Daniel

2013 Riesling trocken – sehr kernig, kräftige Säure, moderate Frucht

2013 Riesling Classic – recht süffig, klar, feiner Pfirsich, Schmelz

2013 Grauburgunder trocken – Klasse Wein, einer meiner Favoriten !

2013 D zwei – viel Säure, wenig Harmonie

2013 Signature Riesling trocken – verhaltenes Bukett, exotische Frucht, langer Nachhall

2013 Weißburgunder Signature tr. – nicht burgundisch genug, zuwenig Fülle und Schmelz

2013 One Riesling trocken – sehr fest, hohe Trinkfreude, guter Zug, elegant !

2013 Pinot blanc tr. – klasse Burgunder mit viel Schmelz und Opulenz, kraftvoll, Nachhall!

2013 Sauvignon blanc – dürfte noch expressiver sein, viel Ananas, wenig Kräuter

2013 D Vier Rotwein tr. – für unseren Gaumen zu weich, soft, ohne Ecken und Kanten

2009 Do it Red Rotwein tr. – recht hart, streng, viel Tannin

2011 Pinot Noir trocken – in der Farbe viel zu hell, am Gaumen aber recht gut