Weinernte geringer als vorhergesagt

Die Weinernte im Rheingau und in Rheinhessen ist noch geringer ausgefallen, als es das in Mainz beheimatete Deutsche Weininstitut zu Beginn der Lese prognostiziert hatte. Für den Rheingau werden jetzt 205.000 Hektoliter erwartet, das sind 27 Prozent weniger als im Vorjahr (279.000 Hektoliter). Die Menge liegt damit noch leicht unter dem Durchschnitt der zurückliegenden zehn Weinernten (210.000 Hektoliter). In Rheinhessen wurden 2,4 Millionen Hektoliter (Vorjahr 2,9 Millionen Hektoliter) geerntet, das langjährige Mittel liegt bei knapp 2,5 Millionen Hektoliter. Die neueste Ernteschätzung für die bundesweite Weinmosternte lautet jetzt 8,4 Millionen Hektoliter. Das sind 19 Prozent weniger als im ertragsstarken Vorjahr und rund vier Prozent weniger als das zehnjährige Mittel von 8,8 Millionen Hektolitern. Die geringere Ernte war wegen der Trockenheit und der Hitze im Vegetationsverlauf, aber auch wegen verbreiteter Sonnenbrandschäden an den Trauben sowie regionaler Frostschäden und lokaler Hagelschläge absehbar. Mit einem Rückgang von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr fielen die Ertragsrückgänge in Franken am höchsten aus. Als einziges Anbaugebiet verbuchte Sachsen ein Plus von sechs Prozent. Die Qualität wird laut Weininstitut von den Erzeugern in den Anbaugebieten „mehrheitlich sehr gut“ beurteilt. Na, warten wir mal ab….

Veröffentlicht von Rheingauer Weinschmecker

FAZ-Korrespondent, Redakteur, Weinblogger, Rieslingfan, Rheingauer aus Leidenschaft

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