Erste Ernteprognose

 Noch läuft die Weinernte im Rheingau auf Hochtouren, aber das Deutsche Weininstitut in Mainz prognostiziert schon jetzt eine leicht unterdurchschnittliche Erntemenge. Die bisherigen Schätzungen für den Rheingau liegen bei 205.000 Hektoliter, das wären rund zwei Prozent weniger als im langjährigen Durchschnitt (210.000 Hektoliter). Für die Hessische Bergstraße hingegen wird ein Plus von 14 Prozent auf 34.000 Hektoliter vorhergesagt, für Rheinhessen ein Plus von einem Prozent auf 2,5 Millionen Hektoliter. Bundesweit wird die Weinmosternte 2019 mit voraussichtlich 8,6 Millionen Hektolitern rund 17 Prozent unter der Vorjahresmenge und zwei Prozent unter dem zehnjährigen Mittel von 8,8 Millionen Hektolitern liegen. Nach Angaben des Weininstituts neigt sich Weinlese in diesem Jahr wegen der guten Traubenreife und der feuchten Herbstwitterung früher als erwartet dem Ende zu. Zu den Gründen der Ertragsminderung verweist das Weininstitut auf das zweite trockene Jahr in Folge, auf Sonnenbrandschäden an den Trauben sowie regional begrenzte Hagelschläge. Unter den dreizehn Anbaugebieten sowie auch innerhalb der einzelnen Regionen gebe es aber sehr große Ertragsunterschiede. In diesem Jahr werde die Weinmosternte aber nicht nur in Deutschland, sondern europaweit etwas kleiner ausfallen. Nach einer ersten Ernteschätzung der EU-Kommission werde sich die diesjährige Erntemenge auf 161,3 Millionen Hektoliter belaufen. Das bedeute ein Minus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein Minus von vier Prozent im Vergleich zum fünfjährigen Mittelwert, heißt es aus Mainz vom Weininstitut.

Veröffentlicht von Rheingauer Weinschmecker

FAZ-Korrespondent, Redakteur, Weinblogger, Rieslingfan, Rheingauer aus Leidenschaft

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