5x der neue Jahrgang

 Nach der Prowein und der Mainzer Weinbörse stellen die Winzer den neuen Jahrgang, das war mit dem üppigen und guten 2018er nicht anders. Die Jahrgangsverkostungen in den Gütern, die mich dazu einladen, sind eines der schönsten Rituale des Frühlings. Mancher verbindet die Verkostungen mit Rheingauer Schlemmerwoche, was zusätzliche Reize bietet.

Ich greife hier mal nicht repräsentativ heraus, was mich besonders begeistert hat, und gebe 5 Beispiele, die uneingeschränkte Kaufempfehlungen sind!

Dillmann, Geisenheim

Hier zeigt die Qualitätskurve eindeutig nach oben. Weißburgunder und Sauvignon blanc sind gute Visitenkarten des kleinen Familienbetriebs. Ganz besonders angetan hatte es mir der 2018 Gelbe Muskateller, eine Rarität im Rheingau, die als Speisenbegleiter multifunktional ist. Hut ab vor den Reserve-Weinen, vor allem dem 2016er Riesling natur

F.B. Schönleber, Winkel

Auch hier zeigt die Kurve nach oben. Der trockene 2018er „Franz Bernhard“ Ortswein ist hervorragend als Gutswein, aber das „Beste Fass“ aus der Lage Edelmann hat mich völlig überzeugt. Nicht minder gut: Alte Reben Riesling aus dem Klosterberg von Oestrich. Und die Großen Gewächse aus dem Jesuitengarten reifen sehr gut, 2016 ist gerade mein Favorit.

Jakob Jung, Erbach

Immer verlässlich, immer eine Bank, spielt immer vorne mit. Die ersten Basisweine lassen Großes für 2018 erahnen. Aktuell gefällt mir die Chardonnay-Weißburgunder-Cuvée schon sehr, sehr gut, ebenso der süffige Kabinett aus der Lage Michelmark

Peter Jakob Kühn

… der Winzerstar aus Oestrich. Aus 2018 gibt es schon Jakobus Riesling, die Ortsweine aus Oestrich und Hallgarten zu verkosten. Die Weine aus Erster Lage kommen erst im September, die GGs erst nächstes Jahr! Für Kühn war es ein phänomenal guter Jahrgang. Stoffige Weine mit Finesse, Komplexität und Tiefgang. Und Trinkfluss!

Johannishof, Johannisberg

Herausragend gut die Kollektion bei Eser. Großartig war, dass er bei verschiedenen Weine die Vertikale 2015, 2016, 2017, 2018 ermöglicht hat am Probentisch. Das zeigt, wie gut jetzt 2016 ist, wie viel 2018 erreichen kann und wie viel Schmelz jetzt die 2015er haben. Und dass 2017 gerade ein wenig eine Baisse durchlebt…. Gekauft habe ich 2017 Alte Reben aus dem Jesuitengarten! Hammerwein mit Zukunft. Und ich empfehle jedem den 2018er Ramstein!

PS. Allendorf in Winkel:

Was schon in der Flasche ist, das ist sehr verheißungsvoll! Beispielsweise der 2018er Winkeler Ortswein mit feiner Säure, gute Frucht, Finesse und Länge am Gaumen.

Veröffentlicht von Rheingauer Weinschmecker

FAZ-Korrespondent, Redakteur, Weinblogger, Rieslingfan, Rheingauer aus Leidenschaft

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